Holzblasinstrumente

Blockflöte, Querflöte, Oboe, Klarinette, Saxophon, Fagott, Panflöte
(ab ca. 9 Jahren, Blockflöte ab 6 Jahren)


Blockflöte, Querflöte, Oboe, Klarinette, Saxophon, Fagott, Panflöte
Alle Holzblasinstrumente eignen sich gleichermaßen für solistisches Spiel wie für das Musizieren im Ensemble. Grundlage der Instrumentaltechnik ist eine sichere Atemführung sowie das Erwerben einer genauen Klangvorstellung.

Die Literatur für Holzbläser umfaßt den Zeitraum von ca. 1600 bis heute. Der Schwerpunkt liegt bei der Blockflöte vor 1800 und in der Moderne, beim Saxophon in der modernen Tanz- und Jazzmusik. Für den Blockflötenunterricht sind unbedingt Instrumente mit barocker Griffweise erforderlich.

Die Blockflöte

„Blockflöte“ ist eigentlich der Nachname einer ganzen Familie. Dazu gehören viele verschieden große Instrumente. Im Anfängerunterricht beginnt man in der Regel mit der Sopran-Blockflöte, da dieses Instrument für Kinderhände gut zu greifen ist. Die Schüler lernen den differenzierten Umgang mit Atem und Tongebung, und erwerben sich nach und nach genaue Klangvorstellungen. Im Laufe der Zeit können sie diese Instrumentaltechniken auch auf andere „Familienmitglieder“ (z.B. Alt-, Tenor-, Bassblockflöte) übertragen, und erhalten so noch vielfältigere Möglichkeiten zu musizieren, auch im Zusammenspiel mit anderen.

Bis in ihre Blütezeit, das Barock, war die Blockflöte das Flöteninstrument schlechthin. Für sie gibt es anspruchsvolle Musik vom Mittelalter über die Renaissance zum Barock, und bis in die verschiedenen Stilrichtungen des 20. Jahrhunderts hinein. Dies alles ist sowohl solistisch als auch in verschiedenen Ensembles möglich, in gemischten Kammermusikbesetzungen oder reinen Blockflötenensembles. Beides ist an unserer Musikschule gegeben.

Auch Kinder, die noch nicht so genau wissen, welches Instrument sie lernen möchten, oder solche, die für ihr „Lieblingsinstrument“ noch zu klein sind, fangen oft mit der Blockflöte an. Die so erworbenen musikalischen Grundkenntnisse können sie später auf andere Instrumente übertragen.

In der Regel beginnt der Blockflötenunterricht mit Schulbeginn oder im Anschluß an die MFE/ MGA. Wir verwenden ausschließlich Instrumente mit barocker Griffweise. Lassen Sie sich vor einem Instrumentenkauf unbedingt von unseren Blockflötenlehrkräften beraten.

Die Querflöte

Bis zum Jahr 1848 wurden alle Flöten aus Holz gebaut. Deshalb gehört die Querflöte traditionell zu den Holzblasinstrumenten. Heute baut man sie fast immer aus Edelmetall oder Neusilber. Das Besondere an allen Flöteninstrumenten ist die enge Verbindung zum Atem der / des Spielenden: der Atemstrom verwandelt sich unmittelbar in tönende Luft. In der Mittellage hat die Querflöte einen runden und klaren, in der tiefen Lage einen weichen, zart verschleierten Ton. So ist sie reich an Gestaltungs- und Ausdrucksmöglichkeiten.

Das Mundloch befindet sich im Kopfstück des Instrumentes, das Greifen der Töne wird durch ein ausgeklügeltes Klappensystem erleichtert. Zur Flötenfamilie gehört auch die Piccolo-Flöte, die Querflöte mit der höchsten Tonlage.

Für die Querflöte als Solo- Instrument ist ein großes Repertoire aus vielen Stilrichtungen vorhanden, vor allem aber in der barocken, der impressionistischen und der modernen Musik. Im klassischen Orchester, im Musikverein und in kleineren Besetzungen ist sie für die sehr hohen Töne zuständig.

Querflöte kann man ab etwa 9 Jahren lernen. Vorkenntnisse auf der Blockflöte sind von Vorteil.

Die Oboe

Die Oboe gehört zur Familie der Holzblasinstrumente. Der Name leitet sich ab aus dem französischen „Hautbois“ = „Hohes Holz“. Ihre Vorläufer existieren bereits seit der Antike. Die Oboe ist eine Weiterentwicklung der Schalmei, die um 1650 am Hofe des Sonnenköniges entstand.

Die Töne erzeugt man mit Hilfe eines Doppelrohrblattes (Rohres), das auf dem oberen Teil des Instrumentes aufgesteckt wird. Die Oboe hat eine leicht nasalen, sehr obertonreichen Klang. Der Korpus des Instrumentes besteht in der Regel aus Grenadill- Holz. Die Tonlöcher werden durch eine ausgereifte Klappenmechanik bedient. Die Oboen bilden eine eigenständige Familie, zu der auch die Oboe d’amore und das Englischhorn gehören.

Die Oboe hat ihren Schwerpunkt im klassischen Orchester und in der Kammermusik. Sie gewinnt zunehmend an Bedeutung in der sinfonischen Blasmusik. Im Orchester bläst der Oboist die ausdrucksvollen Kantilenen. Auch in der Kammermusik findet sich ein reiches Angebot an Kompositionen aus den unterschiedlichsten Stilrichtungen. Die Solo-Literatur, die nicht zu kurz kommt, bietet Schätze aus allen Epochen.

Sobald man die Klappen mühelos greifen kann, kann man mit dem Oboenunterricht beginnen. Das ist in den meisten Fällen mit etwa 9 bis 10 Jahren der Fall. Die Rohre werden dem Schüler individuell angepasst, so dass ein dem Alter angemessenes Anblasen des Instrumentes gewährleistet ist.

Die Musikschule stellt nach Möglichkeit für das erste Unterrichtsjahr Oboen als Mietinstrumente zur Verfügung.

Die Klarinette

(von lat. Clarus = klar, helltönend) wurde im ausgehenden 17. Jahrhundert aus dem Chalumeau entwickelt. Sie ist ein Holzblasinstrument mit einfachem Rohrblatt, und besteht in der Regel aus Grenadillholz. Ihr voller und runder Klang erlaubt eine bewegliche, dynamische Spielweise. Die ausgeklügelte Klappenmechanik ermöglicht ein müheloses Greifen der Töne.

Am häufigsten wird die B- Klarinette gespielt. Daneben gibt es eine Reihe von Klarinetten in anderen Stimmungen. Die tiefste davon ist die Bassklarinette.

Für die Klarinette ist ein großes Repertoire an Musik aus den verschiedensten Stilrichtungen vorhanden. Dadurch hat sie vielfältige Einsatzmöglichkeiten: im klassischen Orchester wie im Musikverein, in kleinen Besetzungen, aber auch solistisch. Im Jazz ist sie ein bevorzugtes Melodieinstrument.

Klarinette kann man ab etwa 9 Jahren lernen. Im Anfängerunterricht beginnen die Kinder meist mit der C- Klarinette, da dieses Instrument für kleine Hände gut zu greifen ist.

Die Musikschule stellt nach Möglichkeit für das erste Unterrichtsjahr C- Klarinetten zur Verfügung.

Das Saxofon

wurde vor etwa 150 Jahren von dem Belgier Adolphe Sax erfunden. Von ihm hat es auch seinen Namen. Das Instrument besteht aus Metall. Die Töne erzeugt man jedoch mit einem Mundstück mit einem Einfach-Rohrblatt, ähnlich wie bei der Klarinette. Die tiefen Saxofone klingen markig und voll, die Instrumente der Mittellage haben den charakteristischen warmen und sonoren Klang. Die ausgeklügelte Klappenmechanik ermöglicht ein müheloses Greifen der Töne.

Am häufigsten hört man die Alt- und Tenor-Saxofone. In der Instrumenten- Familie werden jedoch Instrumente vom Sopranino-  bis zum Kontrabass-Saxofon gebaut.

Verwendet wird das Saxofon heute in allen Musikrichtungen von Klassik bis Jazz und Rock – solistisch und in kleinen und großen Ensembles, in der Big-Band sowie im Blasorchester.

Kinder können ab dem dritten Schuljahr mit dem Altsaxofon beginnen. Vorheriger Unterricht auf der Sopran-Blockflöte ist vorteilhaft, da beide Griffsysteme sehr ähnlich sind. Auch von der Klarinette aus ist ein müheloser Übergang möglich.
Bei entsprechender Körpergröße kann man später leicht auf Tenor- oder Baritonsaxofon wechseln.

Die Musikschule stellt nach Möglichkeit für das erste Unterrichtsjahr ein Mietinstrument zur Verfügung.

Das Fagott

Das Fagott ist ein tiefes Holzblasinstrument. Es ist das Bassinstrument der Holzbläsergruppe. Der Korpus ist sehr lang, und wird deshalb in mehrere kleine Rohrteile zerlegt. Diese Rohrteile liegen nebeneinander, und werden durch metallene Verbindungsstücke „gebündelt“. Daher leitet sich der Name aus dem Italienischen „il fagotto“ = „Das Bündel“ ab.

In der tiefen Lage klingt das Fagott voll und dunkel, in der mittleren Lage kann es wunderschön singen, in der oberen Lage kann es näselnd und wehmütig klingen. Sein Klang mischt sich gut mit anderen Bläsern und Streichern. Durch das Ausatmen der Luft werden zwei schilfrohr- ähnliche Blättchen in Schwingung versetzt, und erzeugen dadurch den Ton. Deshalb gehört das Fagott zusammen mit Oboe und Englischhorn zur Gruppe der Doppelrohrblatt- Instrumente. Das Instrument ist mit einigen Grifflöchern und einem ausgeklügelten Klappenmechanismus versehen.

Das Fagott hat seinen Schwerpunkt im klassischen Orchester und in der Kammermusik. Es gewinnt zunehmend an Bedeutung in der sinfonischen Blasmusik. In der Kammermusik und der Solo-Literatur findet sich ein reiches Angebot an Kompositionen aus den unterschiedlichsten Stilrichtungen.

Sobald man die Klappen mühelos greifen kann, kann man mit dem Fagottunterricht beginnen. Das ist in den meisten Fällen ab etwa 10 Jahren der Fall. Es gibt für den früheren Einstieg spezielle Instrumente kleinerer Bauart.

Die Musikschule stellt nach Möglichkeit für das erste Unterrichtsjahr Fagotte als Mietinstrumente zur Verfügung.

Die Panflöte

ist ein Blasinstrument aus mehreren, meist unten geschlossenen Röhren ohne Grifflöcher; der Spieler bläst gegen die obere Kante, die glatt oder gekerbt ist. Das Material der Röhren ist häufig Bambus, seltener Schilf, Holz, Metall, Ton oder Stein. Die Panflöte gehört zu den ältesten Instrumenten, und war einst weltweit verbreitet. Sie wird einzeln, im Ensemble mehrerer Panflöten, oder zusammen mit anderen Instrumenten gespielt.
Panflöte kann man ab etwa 7 Jahren lernen.