Blechblasinstrumente

Waldhorn, Trompete, Posaune, Tenorhorn, Bariton, Tuba
ab ca. 8 - 9 Jahren

Diese vielseitigen Instrumente spielen in der Regel solistisch und sind in Big- Band, Musikverein und Sinfonieorchester für Jazz-, Unterhaltungs- und klassische Musik gleichermaßen gesucht: Jede Musikrichtung steht ihnen offen. Bauform und Klang geben jedem Instrument seinen eigenen Charakter.

Die Ähnlichkeit der Tonerzeugung läßt den Wechsel auf tiefere Blechinstrumente zu. Schwerpunkte der Ausbildung sind neben fundierter Atem- und Blastechnik die Hinführung zu sicherem, selbständigem Zusammenspiel.

Die Trompete

Ist im Orchester das Sopraninstrument der Blechbläser. Die Töne erzeugt man durch Vibration der Lippen in einem Kesselmundstück. Die Trompete hat einen hellen, strahlenden Klang. Aus diesem Grund wurde sie von alters her bei offiziellen religiösen und weltlichen Zeremonien eingesetzt. Das Flügelhorn und das Kornett sind Verwandte der Trompete. Beide haben einen weicheren und wärmeren Klang.

Die Trompete konnte ursprünglich nur die wenigen Töne der Naturtonreihe spielen. Deshalb enthält die frühe Trompetenmusik viele Fanfaren und Signale. Melodien zu spielen war nur in der hohen Lage möglich. Erst durch die Entwicklung der Ventile um 1820 wurde sie auch in der tiefen Lage zum Melodieinstrument. Die moderne Trompete hat 3 Ventile, und ist in B gestimmt.

Heutzutage ist die Trompete in Sinfonie- und Blasorchester zu finden. Von der Sololiteratur über die Kammermusik bis zur Big- Band und anderen Formationen der Unterhaltungsmusik, von Jazz- und Rockbands bis zur Volksmusik reichen die Spielmöglichkeiten.

Ab etwa 8 Jahren kann man mit dem Trompetenunterricht beginnen. Später ist der Wechsel auf tiefere Blechblasinstrumente in der Regel problemlos möglich, vor allem zum Tenorhorn, da dieses gleich wie die Trompete gegriffen wird.

Die Posaune

Ist das Bassinstrument der Trompetenfamilie. Die italienischen Namen ( Tromba = Trompete und Trombone = Posaune) zeigen diese Verwandtschaft ganz klar noch heute. Die Töne erzeugt man durch Vibration der Lippen in einem Kesselmundstück. Die Posaune hat einen vollen, majestätischen und festlichen Klang.

Was für die Trompete die Ventile sind, ist für die Posaune der Zug. Mit dem U-förmigen Zug kann man die Rohrlänge und somit die Tonhöhe der Posaune verändern. Bereits seit dem 16. Jahrhundert kann die Posaune auf diese Weise chromatische Tonfolgen spielen.  Dank ihres großen Klangspektrums ist die Posaune als Solo-Instrument, in Ensembles, in der Big-Band, im Sinfonie- und im Blasorchester ein wichtiges Instrument.

Die am meisten gespielte Posaune ist die Tenorposaune. Seltener sind Bass- und Altposaune zu hören. Frühestens ab acht Jahren können Kinder mit der Alt-Posaune beginnen, ab 10 Jahren mit der Tenor- Posaune. Dies hängt aber wesentlich von der körperlichen Entwicklung des Einzelnen ab. Falls der Unterrichtseinstieg über die Alt- Posaune erfolgt, erfolgt später der Wechsel zur Tenor- Posaune.

Die Musikschule stellt nach Möglichkeit für das erste Unterrichtsjahr Mietinstrumente zur Verfügung.

Das Waldhorn (Horn)

Hörner (Tierhörner) sind als Signalinstrumente und zu kultischen Zwecken mit die ältesten Instrumente überhaupt. Heute bezeichnet das Wort ‚Horn‘ meist einfach das Waldhorn, wie es in modernen Orchestern üblich ist.Das Waldhorn ist ein Blechblasinstrument mit kreisförmig gewundenem, konischem Rohr. Die Töne erzeugt man durch Vibration der Lippen in einem Trichtermundstück.

Das Waldhorn verfügt über einen sehr großen Tonumfang, sein Klang ist voll, weich, und warm. Dieser charakteristische Hornklang mischt sich harmonisch mit dem Klang vieler Instrumente. Das Waldhorn gehört zu gemischten Besetzungen der Blechbläserfamilie als einziges Blechblasinstrument zu vielen Holzbläser- und Streicherbesetzungen zur Standardbesetzung im klassischen Sinfonieorchester, wie auch im sinfonischen Blasorchester und im Musikverein Ferner gibt es auch reine Hornbesetzungen und vielfältige solistische Literatur.

Das Waldhorn hat drei Ventile. Heute verwendet man überwiegend das Doppelhorn in B/F oder das Horn in F.

Ab etwa 9 Jahren kann man mit dem Hornunterricht beginnen.  Die Musikschule stellt nach Möglichkeit Mietinstrumente für das erste Unterrichtsjahr zur Verfügung.

Tenorhorn / Euphonium / Bariton / Tuba

sind die tiefen Instrumente der Blechbläserfamilie. Die Töne erzeugt man durch Vibration der Lippen in einem Kesselmundstück. Voraussetzung für die Entwicklung dieser Instrumente war die Erfindung der Ventile um 1820. Erst mit Hilfe der Ventile wurde es möglich, mit Blechinstrumenten in tiefer Lage Melodien zu spielen.

Das Bariton klingt im Vergleich zum Tenorhorn und Euphonium etwas weicher und wärmer, und ist für die tiefere Stimmlage innerhalb des Tenorregisters verantwortlich. Wegen ihres runden und vollen Klanges sind beide Instrumente im Blasorchester außerordentlich wichtig. Sie werden hier teilweise auch als Soloinstrumente eingesetzt. Das Tenorhorn hat wie das Euphonium drei Ventile, und ist im Vergleich zum Bariton etwas schlanker gebaut. Das Bariton hat vier Ventile.

Frühestens ab zehn Jahren können Kinder mit dem Tenorhorn / dem Bariton beginnen. Dies hängt aber wesentlich von der körperlichen Entwicklung des Einzelnen ab.

Die Basstuba besitzt 3 – 4 Ventile. Dank  ihres tiefen und tragenden Tones ist sie im Sinfonieorchester wie auch im Blasorchester für das klangliche Fundament verantwortlich. Sie wird in vier verschiedenen Stimmungen gebaut. Im Blasorchester verwendet man meistens die Es- und B-Tuba.

Schon wegen ihrer Größe und ihres Gewichtes ist die  Tuba eher ein Umsteigerinstrument. Wenn die körperliche Entwicklung dementsprechend weit fortgeschritten ist, kann man aber auch mit dem Erlernen der Tuba direkt beginnen.